alte Festung, erbaut Ende des 19.Jahrhunderts um die Region zu beschützen, wurde während der beiden Weltkriege von den deutschen Truppen besetzt. Während der ersten Jahre des zweiten Weltkrieges war die Festung eines der deutschen Basislager in der Luftschlacht um England. Später, in den Jahren 1943 und 1944, würde es Zeuge der Hinrichtung von 68 Kämpfern des französischen Widerstandes.

Zur Ehrung des Mutes dieser Kämpfer wurde die Festung 1986 zu einem Denkmal erklärt und 1997 schließlich ein Museum eröffnet. Hier werden sie die Ideale und Opfer dieser Frauen und Männer entdecken, die sich in einer Zone ständiger Gefahr befanden und deren Werte noch heute leben.

So etwa werden sie erfahren, wie eng die Widerstandsbewegung in Nordfrankreich mit dem britischen Geheimdienst zusammengearbeitet hat und wie Netzwerke ins Leben gerufen wurden, um Piloten und Fallschirmspringern bei der Flucht aus unserer Region zu helfen.

Ein Führer zu diesem Thema ist erhältlich für Gruppen << Die Briten und der Widerstand in Nordfrankreich >> (Erhältlich als Broschüre für einzelne Besucher).

 

UNSERE RÄUME :

 

salle_souvenirRaum des Gedächtnisses

Im Eingangsbereich des Museums verewigt ein Raum das Andenken an die in der Festung von Bondues 68 Erschossenen. Unter den Fotos sind Alter und Beruf dieser Männer angegeben, die ihr Leben für das Fortbestehen Frankreichs geopfert haben.Trotz der Vielfältigkeit ihres Alters, ihrer sozialen Herkunft und ihrer Ideale erlitten sie das gleiche Schicksal, als sie von den Kugeln des Erschiessungskommando getroffen wurden.

 

fce_decoupeeRaum der Ablehnung

Die Region erlitt bereits vier lange Jahre der Besetzung während des ersten Weltkrieges. Außerdem musste sie von Mai bis Juni 1940 harte Kämpfe um das französische Land erdulden. In Folge des Waffenstillstandes unter dem Befehl der Kommandantur von Brüssel stehend, befürchtet sie nicht mehr länger französisch zu sein. Aufgrund ihrer industriellen Bedeutung, die sich durch eine starke gewerkschaftliche Tradition äußert, ist die Region vertraut mit der Auswanderung und Rationierung und bekräftigt frühzeitig seine Ablehnung gegenüber den Deutschen und der Regierung von Vichy.

 

atelier_clandestinRaum des Mutes

Verbreitung von Flugblättern, Informationen und die Gründung von Fluchtnetzwerken: der Widerstand in der Region nimmt vielfältige Formen an .Um die Lebensbedingungen eines Widerstandkämpfers besser verstehen zu können, ist ein damaliger Raum rekonstruiert worden mit dem unumgänglichen TSF. Das Druckatelier unterstreicht die große Bedeutung der geheimen Presse im Norden. Einige Modelle illustrieren die Sabotageaktionen.

 

vieux_condeRaum der Verpflichtung

Lebenswege von Widerstandskämpfern und eine Andeutung des Streiks der Minenarbeiter von Mai bis Juni 1941, erlauben die vielfältigen Beweggründe und die individuelle und kollektive Motivation des Engagements der Mitglieder der Résistance zu verstehen. Eine Überblickstafel zu den Netzwerken und Bewegungen in der Region verdeutlicht die Komplexität der Organisation der Widerstandsbewegung.

 

salle_sacrificeRaum des Opfers

Allmählich verhärtet sich die Unterdrückung durch die deutsche und französische Polizei. Die Verhaftungen, die Haftbedingungen und die den Widerstandsmitgliedern auferlegten Folterungen werden anhand der Rekonstruktion einer Arrestzelle oder sich hinter einem Stacheldraht befindlichen Deportierten in einem Konzentrationslager verdeutlicht.

 

Öffnungszeiten :

Von Juni bis September : 

  • Für einzelne Besucher: Montags, Mittwochs, Donnerstags und Freitags von 14 bis 16.30 Uhr (selbstständiger Besuch),Der erste und dritte Sonntag des Monats von 14.30 bis 18 Uhr (Führung in französischer Spracheum 15.30)
  • Für Gruppen: Nach Reservierung täglich von 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr
  • Dienstags und an Feiertagen geschlossen

Juli und August : 

  • Für einzelne Besucher: Montags, Mittwochs, Donnerstags und Freitags von 14 bis 18 Uhr (selbstständiger Besuch)Schließung des Kassenschalters um 17.30 Uhr. An Wochenenden geschlossen
  • Für Gruppen: Nach Reservierung täglich von 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr geöffnet
  • Dienstags, an Wochenenden und an Feiertagen geschlossen

 

Preise :

Einzelbesucher: 6 € (Kinder unter 12 Jahren in Begleitung ihrer Eltern: freier Eintritt)
Gruppen (ab 10 Personen): 4.50 € pro Person
Schulklassen (maximal 30 Schüler): 25 € pro Klasse

Führungen können auf Anfrage auch außerhalb der gewöhnlichen Öffnungszeiten organisiert werden.
Das Museum verfügt über eine Aufnahmekapazität von 90 Personen.

 

Anfahrt :english_plan

Das Museum befindet sich auf der Nationalstrasse 17 Lille-Menin, nahe der Umgehungsstrasse Nord-West, der A22 und des Flugplatzes. Es verfügt über einen Besucherparkplatz mit 130 Plätzen (4 davon reserviert für Busse).

Mit dem Bus:

  • Linie 35 Lille-Halluin (Haltestelle Ferme du Fort oder La Quenouille)
  • Linie 36 Lille-Comines (Haltestelle Ferme du Fort oder La Quenouille)
  • Linie 23 Tourcoing-Wambrechies (Haltestelle Centre oder Eglise, anschließend 10 Gehminuten)

Zugang für Personen mit eingeschränkter Mobilität.

 

Kontakt :

Postadresse :
Musée de la Résistance
16 Place de l’Abbé Bonpain
59910 BONDUES – FRANCE

Tel : +33 (0)3 20 28 88 32
Email : hpriego@mairie-bondues.fr